Hybridverfahren / Hybrideingriffe

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Hybridverfahren / Hybrideingriffe

Unter Hybrideingriffen versteht man ein kombiniertes Verfahren aus einer offen-chirurgischen Technik und einer interventionellen endovasalen Technik. In modernen Gefäßzentren, in denen Angiologen, Radiologen und Gefäßchirurgen ein Team bilden, werden die Therapieformen im Vorfeld besprochen und entweder eine endovaskuläre Technik mit Ballon und Stent oder ein offen-chirurgisches Verfahren gewählt. Durch die technischen Voraussetzungen, die eine Hybrid-OP vorhält, können beide Verfahren kombiniert werden.

In unserer Klinik steht ein eigener hochmoderner Operationssaal zur Verfügung, welcher mit einer Röntgenanlage zur Durchführung digitaler Subtraktionsangiographien ausgerüstet ist. Diese Kombination aus einem komplett ausgestatteten vaskulären OP und einer vollwertigen angiologischen Durchleuchtungseinheit hat der Gefäßchirurgie völlig neue Freiheitsgrade und Therapieoptionen beschert.

Neben der engen Kooperation mit dem Angioradiologischen Institut Dr. Longwitz am Hause verfügt das gefäßchirurgische Team mit Chefarzt Dr. Beyer als zertifiziertem endovaskulären Spezialisten, Oberärztin Anja Weber, Oberarzt Markus Herwig (endovaskuläre Chirurgen) und den drei weiteren Ober-/Fachärzten über ausreichend „manpower“ 24 Stunden am Tag sieben Tage die Woche Hybrideingriffe anzubieten.

Ein weiterer essentieller Vorteil ist die Möglichkeit einer Notfalldiagnostik im Operationssaal, wodurch Patienten, die akut durch eine Ischämie gefährdet sind, ohne Zeitverzögerung therapiert werden können. Sämtliche größeren endovaskulären Verfahren mit Einbringung von Stent-Prothesen in die thorakale oder abdominale Aorta werden in diesem Hybridsaal durchgeführt, wodurch bei Komplikationen ein sofortiges offen-chirurgisches Eingreifen möglich ist. Zeitverzögerungen durch Transport der Patienten aus einer radiologischen Einheit in den Zentral-OP entfallen.

Eine unmittelbare zeitnahe Therapiekontrolle nach aufwändigen Rekonstruktionen und Bypassoperationen sowie nach Embolektomien ist somit ebenfalls im Saal möglich.

Die Hybridtechnik ist eine Kombination aus offen-gefäßchirurgischen Eingriffen und interventionellen radiologischen Leistungen. Dadurch ist es möglich, komplexe Veränderungen am Gefäßsystem zu versorgen. Diese Eingriffe sind bei uns seit Jahren etabliert.

Jetzt wurde modernste OP-Saaltechnik mit dem neuesten Angiographiesystem verbunden:
Im Sommer wurde der neue Hybridsaal in Betrieb genommen. Chefarzt Dr. Beyer und Dr. Longwitz, Leiter der interventionellen Radiologie, sind hoch erfreut, nach entsprechend langer Bauphase die Räumlichkeiten nun nutzen zu können. Das seit Jahren vorliegende fachliche know how kann mit der entsprechend neuesten Technik zum Wohle der Patienten eingesetzt werden.